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Theater-Premiere

Draußen vor der Tür tobt der Bürgerkrieg

Vielschichtiges Spiel (von links): Christine Dorner, Tonia Fechter und Katharina Schumacher.
Marcel Koehler
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„Herbst der Untertanen“ im Theater Nestroyhof Hamakom: Dieses kurze Kammerspiel in der Inszenierung von Michael Gruner bewegt.

Von traurigen Umständen, von Terror und Verrat handelt „Herbst der Untertanen“, ein Drama der in Hamburg lebenden Georgierin Nino Haratischwili. Traurig waren auch die Umstände bei der österreichischen Erstaufführung im Theater Nestroyhof Hamakom. Mehrfach hatte man die Premiere verschoben. Nach Fertigstellung der Inszenierung starb im Oktober 2021 Regisseur Michael Gruner, ein Urgestein neueren deutschen Schauspiels. Er hatte bereits 1968 in Frankfurt am Main bei der Uraufführung von „Publikumsbeschimpfung“ mitgewirkt.

Im Nestroyhof war Gruner gern gesehener Gast und stand zuweilen auch selbst auf der Bühne. Nach der Aufführung am Dienstag in Wien hatten nicht nur die Schauspielerinnen Tränen in den Augen. Im langen Schlussapplaus legte Intendantin Ingrid Lang eine rote Rose für Gruner auf die Bühne. Ein berührender Abschied.