Nestroy
Theaterpreise mit Bussi
Erstmals im Burgtheater fand am Montagabend die Verleihung des österreichischen Theaterpreises Nestroy statt. Peter Simonischek führte durch die elfte Nestroy-Gala, die auch für einige Überraschung sorgte.
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Die größte Überraschung erlebte wohl Paulus Manker: Der zum zweiten Mal vergebene "Publikumspreis" ging an das Enfant terrible. "Sie werden mich nicht sprachlos sehen. Aber es ist knapp dran", sagte Manker.
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Johanna Wokalek überreichte Martin Wuttke die Trophäe in der Kategorie "Bester Schauspieler". Er setzte sich gegen Klaus Maria Brandauer und Ignaz Kirchner durch. Wuttke bedankte sich für den "schönen Willkommensgruß" nach seiner ersten Wiener Saison und versprach: "So schnell werdet ihr mich hier nicht mehr los."
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Otto Schenk gratulierte Kirsten Dene zum Sieg in der Kategorie "Beste Schauspielerin" - die Wahl der Grande Dame war erwartet worden.
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Der Nestroy für die "Beste Nebenrolle" ging an Johann Adam Oest für verschiedene Rollen in "Der goldene Drache" von Roland Schimmelpfennig im Akademietheater. Regina Fritsch lobte den Schauspieler: "Wäre er ein Berg, wäre er der Himalaya. Wäre er Hollywood-Schauspieler, wäre er Jack Nicholson. Wäre er ein Sänger, wäre er Enrico Caruso. Wäre er ein Land, wäre er Atlantis..."
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Der Nestroy für die "Beste Regie" ging an den lettischen Regisseur Alvis Hermanis für "Eine Familie" im Akademietheater. Dörte Lyssewski übergab den Preis.
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"Bester Nachwuchs" wurde Sarah Viktoria Frick mit verschiedenen Rollen in "Adam Geist" von Dea Loher im Akademietheater.
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Sunnyi Melles freute sich mit Matthias Hartmann über den Sieg in der Kategorie "Spezialpreis der Jury": Die Nestroy-Akademie zeichnete ihn für seine "öffentlichen Proben" von "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi im Burgtheater-Kasino aus.
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Sabine Mitterecker, die nach 2000 bereits ihren zweiten Off-Nestroy entgegennehmen konnte, dankte ausdrücklich der Unterrichtsministerin, dass sie eine Wiederaufnahme der ausgezeichneten "Frost"-Inszenierung im Mumok ermöglicht habe. Von "Frost"-Darsteller Andreas Patton gab es eine innige Umarmung.
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Karl Markovics, der dreieinhalb Jahre als Ensemblemitglied des Serapionstheaters gearbeitet hatte, hielt die Laudatio für die Kategorie "Lebenswerk" für ...
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... Erwin Piplits und Ulrike Kaufmann. Mit ihrem Serapions-Ensemble bereichert seit Jahrzehnten die Wiener Theaterwelt.
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Die "Beste Ausstattung" lieferte Johannes Schütz für "Das Begräbnis" von Thomas Vinterberg.
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Kathrin Röggla wurde für "wors case" mit dem Nestroy in der Kategorie "Bestes Stück" ausgezeichnet.
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Wermutstropfen für die Wiener Theater: Kein einziger Preis ging an diesem Abend an Josefstadt, Volkstheater oder eine der anderen Bühnen des Landes. Zur "Besten deutschsprachigen Aufführung" wählte die Jury "Volpone" von Ben Jonson in der Regie von Werner Düggelin (Schauspielhaus Zürich).
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