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Meereslandschaft

Korallenriff bei Tahiti entdeckt

Vor der Küste Tahitis wurde ein Korallenriff entdeckt.
Vor der Küste Tahitis wurde ein Korallenriff entdeckt.Alexis Rosenfeld
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Vor der Küste Tahitis wurde ein drei Kilometer langes, unberührtes Korallenriff entdeckt. Es ist eines der größten je gefunden Riffe in dieser Tiefe.

Meeresforscher haben vor der Küste Tahitis in den Tiefen des Südpazifiks ein mehr als drei Kilometer langes Korallenriff entdeckt. Die von Nesseltieren gebildeten Struktur befinde sich in 35 bis 70 Metern Tiefe und scheine in einem guten Zustand zu sein, berichtete die Fachzeitschrift „New Scientist“ am Donnerstag. Es handle sich um eines der größten in dieser Tiefe je entdeckten Riffe, so die UN-Wissenschaftsorganisation Unesco, die die Mission leitete.

Ein Kunstwerk unter Wasser

Taucher entdeckten demnach das Riff im November bei einer Expedition vor Französisch-Polynesien, die Teil einer internationalen Mission zur Erfassung des Meeresbodens ist. „Es war magisch, riesige, wunderschöne, rosenförmige Korallen zu sehen, die sich so weit erstrecken, wie das Auge reicht“, sagte der französische Fotograf Alexis Rosenfeld, der das internationale Taucherteam leitete. Es sei „wie ein Kunstwerk“ gewesen. Er hat auch auf seinem Instagramaccount Eindrücke der Unterwasserwelt geteilt.

In den kommenden Monaten wollen Wissenschafter nun herausfinden, welche Arten in der Umgebung des Riffs leben. Es gebe vermutlich noch viele weitere dieser Ökosysteme, von denen man nichts wisse, sagte Julian Barbiere von der Unesco. Nach Angaben der UN-Behörde sind bisher nur etwa 20 Prozent des Meeresbodens kartografiert worden.

Experten fordern seit längerem Maßnahmen gegen das Absterben der weltweiten Korallenriffe. Ursachen für die Zerstörung der Korallenriffe seien vor allem die Überfischung und die Verschmutzung der Meere sowie der Klimawandel. Der Klimawandel lasse die Meerestemperaturen steigen, was steigen, was wiederum zur berüchtigten Korallenbleiche führe.

(APA/red)