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Hahnenkamm-Slalom

Am Ganslernhang warten die Olympia-Tickets

Zurück am Hahnenkamm: Slalom-Hoffnung Marco Schwarz.
Zurück am Hahnenkamm: Slalom-Hoffnung Marco Schwarz.APA/AFP/FABRICE COFFRINI
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Manuel Feller gab einen positiven Corona-Test ab und verpasst damit das Rennen am Samstag. Auch sonst ist die Aufregung um die ÖSV-Olympiaquoten groß, das Rennen um die letzten Peking-Plätze noch offen.

Manuel Feller wird den Slalom in Kitzbühel (Samstag, 10.15/13.45 Uhr, ORF1, Eurosport) nur als Zuschauer erleben. Der Tiroler wurde positiv auf Corona getestet und verpasst damit den Klassiker auf dem Ganslernhang. Das Olympia-Ticket ist dem Tiroler angesichts der Plätze zwei (Adelboden) und fünf (Wengen) sicher, bis zu den Technikrennen in Peking (Riesentorlauf am 13., Slalom am 16. Februar) zudem noch ausreichend Zeit.

Schon am Montag muss Österreich sein Olympiateam für die die Winterspiele (ab 4. Februar) nominieren. Für die ÖSV-Alpin-Herren stehen am Hahnenkamm-Wochenende deswegen zwei maßgebliche Entscheidungen an. Erstens müssen nach die Peking-Starter in dieser Disziplin feststehen. Zweitens ist der Skiverband FIS gefordert, schnellstmöglich eine Lösung für die plötzlich gekürzte Olympia-Alpinquote zu finden. Derzeit haben Österreichs alpine Ski-Männer nämlich nur noch neun statt ursprünglich elf Quotenplätze, was freilich die Selektionen noch über den Haufen werfen würde.

Für dieses Problem erwartet ÖSV-Sportdirektor Toni Giger allerdings eine zeitnahe Lösung. Das Problem: Die Olympia-Grundquote (Platz 4000 in der FIS-Punkterangliste) sei viel zu leicht zu erreichen gewesen. Podestfahrer aus Italien, Frankreich oder Österreich könnten so gegen Ski-Exoten den Kürzeren ziehen.

Was Österreichs Slalom-Startplätze betrifft, ist sportlich noch nichts entschieden. „Jeder hat noch einmal die Chance, sich zu präsentieren“, versicherte Andreas Puelacher. Den ÖSV-Herren-Chef schmerzt, dass das Nightrace am Dienstag in Schladming nicht mehr in die Entscheidungsfindung einfließen kann.

Dass ihm all das Kopfzerbrechen bereitet, will Puelacher nicht verhehlen. „Klar wird das schwierig, das muss man ehrlich sagen. Wenn in Schladming einer vorn hineinfährt, kann ich ihn nicht mehr nominieren. Aber das sind die Regeln, das muss man so hinnehmen.“ In die Entscheidungsfindung fließen Formstand, Platzierungen und Gesamtleistung ein.

Blickt man in die Ergebnislisten, rittert in Abwesenheit von Feller ein Quartett um die übrigen drei Plätze. In den ersten zwei Saisonrennen in Val-d'Isère und Madonna hatte es kein Österreicher in die Top zwölf geschafft, in Adelboden schlug Johannes Strolz als Sieger zu, Marco Schwarz wurde Elfter. In Wengen kam Fabio Gstrein auf Platz vier, Schwarz auf zehn und Michael Matt auf elf.

 

Offener Schlagabtausch

Für den Slalom heute am Ganslernhang ist der Favoritenkreis groß. In den vier Rennen bisher gab es mit Clément Noël, dem Slalom-Gesamtführenden Sebastian Foss Solevåg, Jungstar Lucas Braathen und Johannes Strolz vier verschiedene Sieger. Außerdem elf verschiedene Podestfahrer aus acht Nationen. Nur Kristoffer Jakobsen (SWE) war als Zweiter und Dritter zweimal auf dem Stockerl.

Von den aktuellen ÖSV-Läufern hat noch keiner in Kitzbühel gewonnen, Schwarz hat als Zweiter 2020 das beste Resultat.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2022)