Senf ist ein besonders altes Würzmittel – und wird auch in Österreich angebaut.
Senf ist eines der ältesten Würzmittel der Welt. Noch bevor hierzulande mit Pfeffer nachgeschärft werden konnte, wurde (neben Kren) mit Senf für Schärfe gesorgt. In China soll Senf schon seit gut 3000 Jahren verwendet werden, in Europa ist er im vierten Jahrhundert angekommen. Allerdings dürften die alten Römer Senf vorerst weniger aus kulinarischen Gründen, sondern vielmehr als Heilmittel verwendet haben. Schon damals sollen die Senfkörner zerstoßen worden sein, um mit Honig, Essig und Olivenöl vermischt zu werden.
Heute ist Senf ein weit verbreitetes und vielfältiges Produkt. Wobei bei Senf kaum jemand an die namensgebende Grundzutat, nämlich das Senfkorn, denkt, sondern vielmehr an die daraus gewonnene Würzpaste. Aus weißen (oder gelben), braunen und schwarzen Senfkörnern wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten hergestellt, deren Namen oft Rückschlüsse auf die Herkunft der Rezeptur geben, wie etwa der Dijon Senf, der Kremser oder auch der Englische Senf. Wobei sich letzterer auf ein spezielles Herstellungsverfahren bezieht, das auch in Österreich angewendet wird.