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Winterspiele 2022 in Peking

Olympia: Debatte über CT-Wert 40 und rigide Test-Politik

Preparation for Beijing 2022 Winter Olympics
REUTERS
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IOC-Arzt Brian McCloskey verteidigt Pekings strenge Methode. „Nicht null Fälle, sondern null Verbreitung als Ziel!“ 39 Fälle wurden bei der ersten Einreise-Welle gezählt.

Peking. Weniger als zwei Wochen vor Beginn der Winterspiele herrscht in Peking Aufregung. Aber nicht, weil die Eröffnungsfeier am 4. Februar ansteht, sondern wieder ein ganzer Bezirk abgesperrt wurde. Weil es in der Olympiastadt 30 Infektionen gab, ordneten Behörden umgehend Maßnahmen an. Alle zwei Millionen Bewohner des Bezirks Fengtai müssen getestet werden – weil sich hier ein „Cluster“ gebildet hatte mit sechs Fällen.

China verfolgt bei der Pandemiebekämpfung trotz internationaler Skepsis weiter eine rigorose Null-Covid-Strategie. Mit lokalen Lockdowns und Massentests gelang es bisher auch, einzelne Ausbrüche wieder unter Kontrolle zu bringen. Bei den Spielen gilt ein „Blasen-System“. Wer einmal drinnen ist, muss für den Zeitraum des Events drinnen bleiben. Wer einen positiven Test liefert, wird 21 Tage lang isoliert.

„Omikron nicht reinlassen“

In dieser Debatte verteidigte jetzt das Internationale Olympische Komitee das Vorgehen des Gastgebers. Es sei das Ziel der Organisatoren, „Omikron nicht in die Blase zu lassen“, sagte IOC-Arzt Brian McCloskey, der die Expertenkommission anführt. Höchst umstritten sei jedoch für ihn, dass man in Peking höhere Grenzwerte ansetze. So sei es wahrscheinlicher, dass vor der Abreise negativ Getestete in China positive Test abliefern könnten, gab der Brite dabei zu bedenken.

Im Fokus steht dabei der CT-Wert, der theoretisch angibt, wie ansteckend ein Corona-Infizierter ist. Je niedriger der Wert, desto ansteckender ist die Person. In Österreich gilt man ab einem Wert von über 30 als nicht mehr infektiös. In China ist dieser Wert auf 40 festgelegt. Bei den PCR-Tests würde derselbe Typ wie überall in der Welt genutzt.

Das Ziel seien „nicht null Fälle, sondern null Weiterverbreitung“, sagt McCloskey.

39 Corona-Fälle bei Einreisekontrollen

Bei der ersten Anreisewelle jedenfalls wurden 39 Corona-Fälle bei Olympia-Beteiligten festgestellt Es seien keine der 171 Athleten und Team-Funktionäre von den positiven Tests am Flughafen betroffen gewesen, teilten die chinesischen Organisatoren am Sonntag mit. Die Fälle verteilen sich demnach unter den 2415 anderen Akkreditierten, die zwischen dem 4. und 22. Jänner in Peking angekommen waren.

Vor der Anreise müssen zwei negative PCR-Tests vorliegen, nur mit Impfnachweis kann eine dreiwöchige Quarantäne bei der Einreise vermieden werden. Bei 336.421 Tests, die in den vergangenen zwei Wochen innerhalb der Olympia-Blase genommen wurden, stellten die Veranstalter 33 Corona-Fälle fest.