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Deutschland

Wie Olaf Scholz auf Russland blickt

Emmanuel Macron und Olaf Scholz versuchten sich im Kanzleramt in Berlin im Gleichklang.
Emmanuel Macron und Olaf Scholz versuchten sich im Kanzleramt in Berlin im Gleichklang.REUTERS
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Der Kanzler wirkt im Konflikt mit Russland bisher blass. Was macht er anders als seine Vorgängerin, die Krisenkanzlerin Angela Merkel?

Es war ein Bild der Einigkeit, das im Berliner Bundeskanzleramt gezeigt werden sollte. Seite an Seite standen sie: Emmanuel Macron, der französische Staatspräsident und amtierende EU-Ratspräsident und Olaf Scholz, der nicht mehr ganz so neue deutsche Bundeskanzler und G7-Vorsitzende.

Es war ein Bild, das auch für Moskau gedacht war. Der Kreml hat hunderttausend russische Soldaten vor der ukrainischen Grenze aufmarschieren lassen. Russland werde einen „hohen Preis“ zahlen, sollten seine Truppen vorrücken. Auch wenn weiterhin nicht klar ist, woraus der genau bestehen wird. „Deutschland und Frankreich sind geeint“ sagte Macron.

Nur mit einem kleinen Unterschied: Am Freitagmorgen wird Macron mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonieren. Er will über Schritte zur Deeskalation sprechen. Olaf Scholz ist nicht dabei.

Der deutsche Bundeskanzler muss sich in diesen Tagen die Frage gefallen lassen, welche Rolle er in der wichtigsten geopolitischen Krise der Gegenwart spielt. „Was macht eigentlich Olaf Scholz?“, titelte das Magazin „Stern“ vergangene Woche mit Blick auf Pandemie und Russland. Der „Spiegel“ berichtete zuvor schockiert, der Kanzler habe einen Besuch bei US-Präsident Joe Biden abgesagt, weil er keinen Termin gefunden habe. Am Montag ließ das Weiße Haus wissen, Scholz werde im Februar erwartet.