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Abstimmung

Italiens dreizehnter Präsident verzweifelt gesucht

„Salatschüssel“ wird die kunstvolle Wahlurne genanntAPA/AFP/POOL/ALBERTO PIZZOLI
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Auch nach dem dritten Wahlgang im Parlament ist kein Favorit für den Posten des Staatsoberhauptes in Sicht. Das Votum wird zunehmend zum Machtkampf zwischen den Parteien und droht die Regierung zu sprengen.

Wer dieser Tage das Ritual der italienischen Präsidentenwahl verfolgt, dem ist gewiss der elegante Weidenkorb aufgefallen, in den die „Grandi Elettori“ (Wahlmänner und -frauen) ihre Stimmzettel werfen. Die Wahlurne ist ein Werk des bekannten Jugendstil-Architekten Ernesto Basile, trotzdem wird sie wenig schmeichelhaft „Salatschüssel“ genannt. Und ein wenig passt der Name zur derzeitigen Lage.


Denn auch nach dem dritten Wahltag am Mittwoch wurde klar, dass mit jedem neuen Mix in Basiles schönem Gefäß das politische Schlamassel größer wird: Wieder wurde die „Salatschüssel“ mit vielen weißen Stimmzetteln gefüllt. Zwar war angesichts der am Mittwoch noch erforderlichen Zweidrittelmehrheit kein neuer Staatspräsident erwartet worden. Doch kein einziger möglicher Kompromisskandidat zeichnet sich ab, wenn ab Donnerstag das Votum in die heiße Phase geht: Dann ist nur eine absolute Mehrheit der 1009 Stimmen aus Parlamentariern und Vertretern der Regionen notwendig.