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Großbritannien

Boris Johnson, einstiges Brexit-Idol, kämpft ums Überleben

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Ein D-Day für Boris Johnson? Die britischen Zeitungen schießen sich seit Wochen auf den Premier ein.APA/AFP/DANIEL LEAL
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Die Tage als britischer Premierminister scheinen gezählt: Boris Johnson ist endgültig zum Problem für die eigene Partei geworden.

Als Boris Johnson am Mittwoch zur wöchentlichen Fragestunde im britischen Unterhaus antrat, gab er sich als Kämpfer. Wild gestikulierend und mit lauter Stimme pries er sich selbst, er sprach vom erfolgreichen Impfprogramm und von Steuersenkungen, auch der Brexit durfte nicht unerwähnt bleiben. Immer wieder haute der Premierminister mit der flachen Hand aufs Rednerpult oder zeigte mit einem drohenden Finger auf die Oppositionsbänke.

Der Zweck dieses Theaters ist klar: Der Premier will seiner Fraktion zeigen, dass er noch immer der Chef ist und dass ihm kein Gedanke ferner liegt als jener an den Rücktritt.

Mit der bevorstehenden Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zur Party-Affäre steht Johnson vor dem entscheidenden Moment seiner Regierungszeit. Den ganzen Tag lang wurde spekuliert, wann der Bericht endlich publiziert würde, aber am späten Nachmittag wusste man noch immer nicht mehr. Klar ist, dass Johnsons Karriere an einem Faden hängt. Dass der einstige Held der Tories abzustürzen droht, liegt vor allem am Kalkül seiner Parteikollegen.