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Tezcan: Langjähriger Karrierediplomat sorgt für Wirbel

Tezcan: Langjähriger Karrierediplomat sorgt für Wirbel
Kadri Ecvet Tezcan(c) (Teresa Zoetl)
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Der türkische Botschafter in Wien steht seit fast vier Jahrzehnten im Dienst des türkischen Außenamts.

Der türkische Botschafter in Wien, Kadri Ecvet Tezcan, der derzeit mit seinen Äußerungen in der "Presse" für Wirbel sorgt, ist ein langgedienter und erfahrener Karrierediplomat. Der 61-jährige steht seit fast vier Jahrzehnten im Dienst des türkischen Außenamts und hat während seiner Laufbahn unter anderem in Deutschland, Polen und Aserbaidschan gearbeitet.

Der 1949 in Istanbul geborene Tezcan trat 1973 in den diplomatischen Dienst ein und wurde drei Jahre später auf seinen ersten Auslandsposten nach Warschau geschickt. Der Diplomat bekleidete in den Jahren darauf eine Reihe von Posten in Ankara, wo er unter anderem in den Bereichen Abrüstung, Nahost, Afrika und Lateinamerika arbeitete, sowie im Ausland. Er war türkischer Generalkonsul in Hamburg, diente in Budapest und war türkischer Botschafter in Aserbaidschan und in Polen. Seit dem vergangenen Jahr vertritt er die Türkei in Österreich.

Mit aufsehenerregenden Äußerungen war der Diplomat bisher nicht aufgefallen. Mit Blick auf Probleme des Zusammenlebens von Europäern und muslimischen Zuwanderern hatte er zuletzt zu mehr Toleranz und Gelassenheit aufgerufen. Im Oktober wurde der Botschafter in türkischen Medien anlässlich einer Ausstellungseröffnung in Wien mit den Worten zitiert, in der Türkei gebe es keine Proteste von Muslimen gegen christliche Kirchen. Auch die Europäer hätten keinen Grund, sich vor Moscheen und Minaretten zu fürchten.

Fast harmonisch verlief auch ein Treffen des Botschafters mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache Anfang des Jahres. Tezcan schenkte dem FPÖ-Chef eine Gebetsschnur, nachdem dieser seinen Respekt "gerade vor der türkischen Kultur" bezeugt hatte und betonte, dass es mit Ausnahme der dritten Generation kaum Integrationsprobleme gebe. Gegenüber türkischen Medien dankte der Botschafter dem FPÖ-Chef dafür, dass er "für unsere heilige Religion und für die Türken in der Welt einen großen Respekt verspürt".

(APA)