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Die Bilanz

Wie man leichtfertig hohe Inflation befeuert

Während der perfekte Sturm aufzieht, gibt sich die EZB gelassen.AFP via Getty Images
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Die amerikanische Notenbank reagiert endlich auf die hohe Inflation, die Europäische Zentralbank bleibt vorerst in ihrer politischen Abhängigkeit gefangen. Wenn sie noch lang zaudert, wird es richtig gefährlich.

Inflation ist entschädigungslose Enteignung zugunsten der öffentlichen Hand“, hat der „Vater des Nachkriegs-Wirtschaftswunders“, Ludwig Erhard, einmal gesagt. Und: „Die Inflation kommt nicht über uns als ein Fluch oder als tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar verbrecherische Politik hervorgerufen.“
Seit einigen Monaten sehen wir wieder das Ergebnis einer solchen „leichtfertigen oder sogar verbrecherischen Politik“: Die Preise steigen vergleichsweise dramatisch. Und das wird noch einige Zeit so bleiben.

Zu viel kommt derzeit zusammen: Geopolitische Spannungen, gerissene globale Lieferketten, Produktionseinschränkungen durch die Covid-Pandemie. Und das eigentliche Grundübel: Viel zu viel billiges Geld in Umlauf, das – nach den Finanz- und Immobilienmärkten – nun auch den klassischen Konsumbereich überschwemmt und dort auf ein verknapptes Angebot trifft. Das klassische Inflationsszenario. Und obendrauf, vor allem in Europa, die beginnende „grüne Inflation“.