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Interview

„Die vielen Toten machen die Menschen in Burma nur stärker“

„Militärs haben die Macht, aber nicht die Kontrolle“, ist Minister Aung Myo Min überzeugt.Caio Kauffmann
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Aung Myo Min, Minister für Menschenrechte der burmesischen Untergrundregierung, ist überzeugt, dass die Tage des Militärregimes gezählt sind. Er hofft auf Hilfe aus Österreich.

Am 1. Februar jährt sich der Militärputsch, Burma versinkt in Gewalt. Welche Schritte plant die Untergrundregierung?

Die Lage verschlimmert sich täglich. Erst nahm das Militär Anführer der Regierungspartei NLD und Demonstranten ins Visier. Tausende sind in Haft, wurden zu Tode gefoltert. Die Gewalt wurde dann aufs gesamte Land ausgeweitet, die Armee zerstört Dörfer, bombardiert Flüchtlinge von der Luft aus. Wir haben dies dokumentiert: Es sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Mit dem Internationalen Strafgerichtshof sind wir in Kontakt. Wir wollen aber auch Länder mit universeller Gerichtsbarkeit einschalten, Australien oder Deutschland.

Die Untergrundregierung rief schon im Frühjahr zum bewaffneten Kampf auf. Führte das nicht zur weiteren Eskalation?