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Analyse

Putin lässt die Ukraine und den Westen zappeln

Zwei russische Soldaten bei Militärübungen.REUTERS
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Moskau reagiert kühl auf die schriftliche Abfuhr der Nato und der USA. Das Dialogfenster bleibt anscheinend noch zwei Wochen offen.

Der nächste Akt im Drama beginnt. Doch noch scheint etwas Zeit zu bleiben, um einen Krieg in der Ukraine abzuwenden. Zwei, vielleicht drei Wochen. Alles nur Spekulation derzeit. Das russische Außenministerium hat am Donnerstag kühl auf die Briefe der USA und der Nato reagiert, die am Vorabend in Moskau eingelangt waren. Darin antwortete der Westen auf die sicherheitspolitischen Forderungen, denen mittlerweile rund 120.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine Nachdruck verleihen. Russlands Außenminister, Sergej Lawrow, sagte, er erkenne in den Schreiben die Bereitschaft der USA und der Nato für den Beginn eines ernsthaften Dialogs. Aber: Die Kernfrage sei ausgelassen worden.

Moskau geht es vor allem um die Zusage, dass die Nato auf eine weitere Erweiterung nach Osten verzichtet. Russland fühlt sich dadurch bedroht. „Wir haben eine klare Position zur Unzulässigkeit einer weiteren Erweiterung“, wiederholte der 71-Jährige einmal mehr. Eine positive Antwort diesbezüglich habe Russland nicht erhalten. Eine positive Antwort kann die Nato auch nicht geben, da sie den Grundsatz der freien Bündniswahl aufrechterhalten will.

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