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Schriftliches Urteil

Grasser, Meischberger und Co: Wer wurde weshalb wozu verurteilt?

Peter Hochegger, Walter Meischberger, Anwalt Norbert Wess und Karl-Heinz Grasser im Wiener Straflandesgericht
Peter Hochegger, Walter Meischberger, Anwalt Norbert Wess und Karl-Heinz Grasser im Wiener Straflandesgericht(c) Herbert Neubauer, APA
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16 Angeklagte, ein Todesfall, tonnenweise Papier: Der Prozess um die Affären „Buwog“ und „Terminal Tower“ ist in der Justizgeschichte einmalig. Nach fast 14 Monaten liegt nun das schriftliche Urteil vor. Doch worum ging es eigentlich?

Es war der 12. Dezember 2017, als der größte Korruptionsprozess der österreichischen Justizgeschichte seinen Anfang nahm. Der Große Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts war eigens umgerüstet worden, um die 16 Angeklagten, ihre Anwälte, mehr als 150 Zeugen, Journalisten und Schaulustige fassen zu können. 169 Verhandlungstage später, am 4. Dezember 2020, verkündete Richterin Marion Hohenecker acht Schuld- und sechs Freisprüche. Mehrere Stunden dauerten ihre Ausführungen zu Befugnismissbrauch, geheimen Absprachen und verworrenen Geldwegen – fast 14 Monate benötigte sie, um ihre Worte auf Papier zu bringen.

Nun hat die Kärntnerin (die in der Zwischenzeit die Abteilung gewechselt hat und nicht mehr für Wirtschaftsstrafsachen zuständig ist) das 1280 Seiten umfassende, nicht rechtskräftige Urteil vorgelegt – nach 825 Seiten Anklage und 617 Seiten Gegenschrift. Doch was beinhaltet es? Ein personalisierter Rückblick, inklusive aufrechter Unschuldsvermutung - und Zitaten aus dem Urteil.