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Kordikonomy

Die neue Öbag-Chefin und die Nervenprobe

Edith Hlawati, Oebag
Die Presse/Clemens Fabry
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Edith Hlawati übernimmt nun den Chefsessel in der Staatsholding Öbag. Ihre Bestellung vor fünf Monaten hat schon für maximale Aufregung gesorgt, ihre Arbeit wird mit Argusaugen verfolgt werden. Es wird alles andere als einfach.

Am Dienstag geht es los, da wird Edith Hlawati den Chefsessel in der Staatsholding Öbag übernehmen. Was soll man sagen? Die Kür der 64-Jährigen vor ziemlich genau fünf Monaten hat schon zu erheblicher politischer Aufregung geführt, und die scheint sich mittlerweile auf die Öbag selbst übertragen zu haben: Fünf von 20 Mitarbeitern haben sich im Vorfeld der Rochade von der Staatsholding verabschiedet. Ganz schön viel angesichts Hlawatis Aussage anlässlich ihrer Bestellung. Da sagte sie: „Ich freue mich, auf bewährten Strukturen aufzubauen und Kontinuität gewährleisten zu können.“ Gut, ein Teil der personellen Abgänge lag auf der Hand. Trotzdem drängt sich die Frage auf: Eilt der Rechtsanwältin gar ein gewisser Ruf voraus?

Fachlich ist gegen Edith Hlawati nichts zu sagen – ganz im Gegenteil: Die Wirtschaftsanwältin war viele Jahre lang Partnerin der Kanzlei CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati. Und sie wird reihum als „brillant“ bezeichnet. Als Kapitalmarktexpertin erster Güte, mit reichem Erfahrungsschatz. Sie gilt als sehr resolut und überaus fordernd, was Mitarbeiter betrifft. Sogenannte Dampfplauderer sind ihre Sache nicht, „Kommen Sie zum Punkt“ soll man in Gesprächen mit ihr recht häufig hören.