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Architekturtrend

Wien: Begehrte Turmzimmer mit Weitsicht

Grünblick im Viertel Zwei
Grünblick im Viertel ZweiValue One
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In Wien haben die Türme Einzug gehalten und sind aktuell so populär, dass viele Quadratmeter mit Ausblick bereits vor dem eigentlichen Verkaufsbeginn vergeben sind.

Bis vor ein paar Jahren war das Thema Türme in Wien der „anderen“ Donauseite vorbehalten, und die Gegenden um den Hauptbahnhof und die Tangente galten als vieles, aber nicht als Luxuslagen.

Das hat sich gründlich geändert. Heute ragen fertige und wachsende Türme in den Wiener Himmel, die vor allem in den obersten Etagen auf das gehobene Publikum zielen und entsprechend luxuriöse Ausstattungsmerkmale bieten, um dieses anzulocken. Wobei das gar nicht zwingend nötig ist, denn die Nachfrage nach den neuen Turmzimmern ist teilweise so groß, dass manche Entwickler gar nicht mehr besonders in die Vermarktung gehen müssen, weil schon vor dem offiziellen Verkaufsstart vieles weggeht.

 

Grünblick beim Prater

Davon kann etwa Christian Bernleithner, Sales Manager für den Grünblick im Viertel Zwei, berichten. „Wir sind erst seit Mitte Jänner mit der Homepage online, aber bereits davor waren schon 120 der 340 Wohnungen verkauft“, sagt der Makler. Zu den Hauptgründen für die Nachfrage nach den im Durchschnitt um 8800 Euro angebotenen Quadratmetern gehöre bei seinem Projekt vor allem die Lage nahe der Prater Hauptallee und der damit verbundene Blick. Aber auch die Ögni-Zertifizierung für eine nachhaltige Bauweise wüssten viele zu schätzen. „Außerdem sind wir mit 26 Stockwerken nicht ganz so hoch wie andere und setzen bewusst auf ein gemütlich-familiäres Wohnumfeld“, fügt Bernleithner hinzu. Was sich auch daran zeige, dass Gemeinschaftsangebote wie der Pool, die Panoramasauna oder der Outdoor-Dining-Bereich ganz oben auf dem Dach angesiedelt sind – und so der beste Blick für alle Bewohner zugänglich ist.

Danube Flats
Danube FlatsSoravia Group

180 Meter über der Donau

Ebenfalls einer guten Nachfrage erfreut man sich bei den Danube Flats, die seit vergangenem Herbst im Verkauf sind und Ende 2024 fertiggestellt werden sollen. „Die Nachfrage ist sehr gut, es sind schon sehr viele Wohnungen verkauft“, gibt Marketing-Leiterin Rafaela Reiter auf Nachfrage Auskunft.

Ein Blick auf den „Wohnungsfinder“ des 48-stöckigen Turms weist allerdings in den beiden obersten Stockwerken gerade einmal noch eine kleine Einheit mit 44 Quadratmetern als verfügbar aus. Für diese ist ein Kaufpreis von knapp 600.000 Euro aufgerufen, also fast 15.000 Euro pro Quadratmeter.

Dafür bekommen die Bewohner in 180 Metern Höhe einen ganz besonderen Weitblick, der durch Annehmlichkeiten wie automatisch bewässerte Pflanztröge am Balkon, Spa-Bereich mit Sauna oder Fitness- und Yoga-Raum versüßt wird. Ein ganzjährig beheizter Pool, eine Cocktailbar, diverse Lounges, ein Sky Garden, ein Doorman in der Lobby sowie ein begrüntes Parkhaus sind den künftigen Besitzern aller 500 Eigentumswohnungen zugänglich.

Marina Tower
Marina Tower(c) Die Presse/Clemens Fabry

Hoch heißt exklusiv

Beim Marina Tower ist man mit den Verkaufserfolgen ebenfalls hochzufrieden. „Der Wohnturm wird Ende Jänner fertiggestellt, und es macht uns schon ein bisschen stolz, dass bereits 90 Prozent der 511 Wohneinheiten verkauft wurden. Dazu zählen unter anderem drei der sechs Penthouse-Wohnungen“, schwärmt Geschäftsführer Andreas Holler. Dieses Ergebnis spiegle deutlich die hohe Nachfrage nach Wohnen in Hochhäusern, speziell im höheren Preissegment, wider, fügt er hinzu. Die Gründe dafür sieht sein Co-Geschäftsführer David Hofmann in einer Vielzahl von Faktoren. Dazu gehörten unter anderem die besonderen Serviceleistungen, die diese Wohnform mitbringe – im Marina Tower gehören etwa ein Home Cinema, ein Nahversorger, ein Fitnesscenter und eine Catering-Küche dazu. „Weit oben zu wohnen ist in gewisser Weise mit Exklusivität verbunden, vermittelt den Bewohnern häufig ein Gefühl von Freiheit und ermöglicht es, auch räumlich Abstand vom Alltagsstress und urbanen Treiben zu gewinnen“, sagt Hofmann. (sma)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.01.2022)