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Durchschaut: Mit dem ersten deutschen Nachkriegs- Zwölfzylinder landete BMW 1987 (hier im Spitzenmodell 750iL) einen Coup.
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Zwölfzylinder

Mythos Zwölfender: Im Dutzend läuft es runder

Dorthin, wo der Zwölfzylinder herkommt, kehrt er wieder zurück: zu den Handverlesenen und Exoten. Mit BMW schließt nun jene Marke das Kapitel, die es als erste deutsche eröffnet hat.

Für den Breitensport taugte die stattliche Zylinderzahl ohnehin nie. Der Massenproduktion am nächsten war der Zwölfzylinder noch in seiner Spielart als Nutztier: als Antrieb von Schiffen und Flugzeugen. Im Schiff ist Platz, da passte er in Reihenbauweise hinein, ein langes Trumm; im Flugzeug weniger, da wurde er zum kompakten V12.

Der berühmteste der fliegenden Zwölfzylinder ist zweifellos der legendäre „Merlin“ (nach dem Falken benannt, nicht dem Magier) des Flugmotorenherstellers Rolls-Royce. 1936 erstmalig und bis 1950 produziert, wurde er im Zweiten Weltkrieg unter anderem in den Jagdfliegern Spitfire und Hurricane eingesetzt, als US-Lizenzbau auch in der P-51 Mustang.

27 Liter Hubraum, 750 kg schwer, bis zu 2000 PS stark, fast 150.000 gebaute Exemplare – erst das Düsenzeitalter schickte die überaus solide, zuverlässige Konstruktion ins Ausgedinge. Und in die Obhut von Fans der „Warbirds“, die einen Merlin dann und wann bei Klassik-Events anwerfen: Anders als wohl in dunklen Kriegstagen ist es heute ein überaus erhebendes Gefühl, wenn eine Spitfire am Himmel über einem klangmächtig ihre Runden zieht.