Großbritannien

London nimmt russische Oligarchen ins Visier

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Außenministerin Liz Truss droht Moskau mit schweren ökonomischen Kosten, sollte es zu einer Invasion in der Ukraine kommen. Gemeinsam mit Premier Johnson will sie in die Ukraine reisen.

Großbritannien will russische Geschäftsinteressen ins Visier nehmen, wenn die russische Armee in der Ukraine einmarschiert. Außenministerin Liz Truss legte am Montag ein Gesetz vor, das es der britischen Regierung ermöglicht, Sanktionen gegen russische Oligarchen mit Beziehungen zur Regierung in Moskau zu verhängen. Truss sagte, dass Moskau „schwere ökonomische Kosten“ tragen würde, wenn russische Truppen in der Ukraine einmarschieren sollten.

Noch am Montag wollte Premier Johnson mit Russlands Präsident Putin telefonieren und einen Tag später gemeinsam mit Truss nach Kiew reisen.
Unter dem neuen Gesetz könnte London „jedes Individuum und Unternehmen von ökonomischer oder strategischer Bedeutung für den Kreml“ mit Sanktionen belegen. Bisher kann die britische Regierung nur jene Unternehmen abstrafen, die direkt an der Destabilisierung in der Ukraine beteiligt sind, sagte Truss. Sie wolle jetzt dafür sorgen, dass sie weitreichendere Befugnisse hat, und dass „Putins Oligarchen sich nirgendwo verstecken können.“ Das könnte auch bedeuten, dass Immobilien von russischen Oligarchen beschlagnahmt werden, sagte Truss in einem Interview.

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