Erste Group baut in Ungarn Personal ab

(c) AP (Ronald Zak)
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Die ungarische Tochter der heimischen Erste Group wird 250 Mitarbeiter abbauen. Man macht neben der Wirtschaftskrise auch „die extrem hohe Bankensteuer“ verantwortlich - will aber dennoch in dem Land bleiben.

Wien. Die ungarische Tochter der heimischen Erste Group wird 250 Mitarbeiter abbauen, das sind neun Prozent ihrer Belegschaft in Ungarn. Der Stellenabbau werde noch im Laufe dieses Jahres vollzogen, so die Sprecherin der Erste Bank Hungary zur „Presse“. Dafür macht die Bank die Wirtschaftskrise, die Turbulenzen auf den Kreditmärkten und „die extrem hohe Bankensteuer“ verantwortlich.

Kürzlich bezeichnete Erste-Group-Generaldirektor Andreas Treichl in einem Interview die neue ungarische Bankensteuer als „komplett unverhältnismäßig“, sie sei die „dümmste Form der Bankensteuer“. Trotzdem betonte Treichl, seine Gruppe wolle Ungarn nicht verlassen: Es sei der „Heimmarkt“ der Ersten. Nicht zuletzt wegen der Rückstellungen für die neue Steuer meldete die Ungarn-Tochter Ende September für die ersten neun Monate einen Verlust von neun Mio. Euro, nach einem Gewinn von 53 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2010)

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