Arbeitsmarkt

Gehen uns die Arbeitskräfte aus?

Die Bauwirtschaft, das Verkehrswesen, der Tourismus, die EDV – sie alle nennen einen Mangel an Arbeitskräften als größte Beeinträchtigung für das Geschäft.
Die Bauwirtschaft, das Verkehrswesen, der Tourismus, die EDV – sie alle nennen einen Mangel an Arbeitskräften als größte Beeinträchtigung für das Geschäft. (c) Getty Images (Ferdi Limani)
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Allein beim AMS sind 110.000 offene Jobs gemeldet, obwohl über 400.000 Menschen arbeitslos sind. Zu alten Problemen kommen neue durch Corona, weniger Junge und Unternehmen, die umdenken müssen.

405.000 Arbeitslose gab es im Jänner – 24 Prozent weniger als vor einem Jahr und vier Prozent weniger als vor der Coronakrise. Der Arbeitsmarkt scheint die Pandemie verdaut zu haben. Für Gesprächsstoff sorgen aktuell die Jobs, die nicht besetzt werden können. 109.534 offene Stellen waren im Jänner beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet, 88 Prozent mehr als vor einem Jahr. Und im Jänner 2020, also vor der Coronakrise, waren 72.000 Stellen offen. 83 Prozent der Unternehmen hätten Probleme, geeignetes Personal zu finden, meldete die Beratungsfirma EY am Dienstag pünktlich zur Veröffentlichung der neuen Arbeitsmarktdaten. Gehen uns die Arbeitskräfte aus?

Man beobachte schon länger, dass in gewissen Branchen Arbeitskräfte fehlen, sagt der Ökonom Werner Hölzl vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). „Aber in diesem Ausmaß ist das etwas Neues.“ Hölzl ist für den Konjunkturtest zuständig, für den Betriebe monatlich zu ihrer wirtschaftlichen Lage befragt werden. Die Bauwirtschaft, das Verkehrswesen, der Tourismus, die EDV – sie alle nannten einen Mangel an Arbeitskräften als größte Beeinträchtigung für das Geschäft. Gesucht werden der Dauerbrenner IT-Fachkraft, „aber auch Facharbeiter von Lkw-Fahrern bis zu technischem Personal“.

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