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Deutschland: Türkischen Kindern wird selten vorgelesen

Deutschland Tuerkschen Kindern wird
(c) APA (ROBERT JAEGER)
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Jedes dritte Elternpaar aus der Türkei liest nie vor, jedes zweite erzählt ihren Kindern nie Geschichten. Das besagt eine deutsche Studie. In anderen Migrantengruppen gibt es dagegen eine starke Vorlesetradition.

In Deutschland lebenden türkischen Kindern wird selten vorgelesen, viel seltener als Kindern mit Eltern aus anderen Ausländergruppen. Das besagt eine Studie der Stiftung Lesen. Forscher haben dafür das Vorlese- und Erzählverhalten in Familien mit Migrationshintergrund untersucht.

Demnach liest jedes dritte Elternpaar aus der Türkei nie vor, sogar jedes zweite erzählt nie Geschichten. Im Durchschnitt lesen 17 Prozent der Migranteneltern nie vor, knapp ein Drittel erzählt nie Geschichten.

Osteuropa hat Vorlesetradition

Das Vorleseverhalten in Migrantenfamilien ist überhaupt sehr unterschiedlich: Die Tradition sei in Familien aus Osteuropa und Russland, den arabischen Ländern sowie dem ehemaligen Jugoslawien weit verbreitet, dann folgten West- beziehungsweise Südeuropa. Ähnlich wie bei deutschen Familien lesen vor allem die Mütter vor. In 36 Prozent der Familien lesen Mütter täglich vor, in zwölf Prozent die Väter.

Für die Studie wurden 501 in Deutschland lebende Eltern der größten in Deutschland lebenden Ausländergruppen mit mindestens einem Kind zwischen zwei und acht Jahren befragt.

(APA/dapd)