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Wirtschaftsforschung

Lars Felds jäher Abschied vom IHS

Lars Feldimago images / Christian Ditsch
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Er galt fix als nächster Chef des Instituts für Höhere Studien, doch jetzt hat Lars Feld abgesagt. Nach sechs Monaten Verhandlungen. Die Hintergründe.

Eigentlich hatte es sich schon abgezeichnet, aber dann war die Überraschung doch groß. Empörung inklusive. Der deutsche Ökonom Lars Feld hat am Freitagabend abgesagt, er wird nun doch nicht Chef des österreichischen Instituts für Höhere Studien (IHS). Jetzt geht der Prozess der Chefsuche erneut los. Nach gut einem Jahr.

Ja, so lange ist es her: Im Jänner 2021 verließ Martin Kocher den IHS-Chefsessel, um ins Arbeitsministerium zu wechseln. Der Job wurde ausgeschrieben, Anfang Juli stieg seitens des IHS-Kuratoriums endlich weißer Rauch auf: Lars Feld war der Mann der Stunde. Mit einer damals eher seltsam anmutenden Einschränkung: Das Kuratorium habe entschieden, so wurde öffentlich verkündet, „mit dem prominenten Ökonomen Lars Feld Verhandlungen über die wissenschaftliche Leitung des Instituts für Höhere Studien zu beginnen“.

Mit den Verhandlungen beginnen? Mit einem Mann, der sich aktiv für den Posten beworben hatte? Ganz genau: Die vertraglichen Modalitäten mussten noch fixiert werden. Rückblickend bekommt man freilich den Eindruck, dass den Verantwortlichen schon damals klar war: Das könnte kompliziert werden. Und so war es auch.