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Serie: Gefühlssache

"Nur ja heißt ja" - was hinter dem Begriff Consent steckt

In intimen Momenten wird oftmals nicht geredet, sondern einfach gemacht. Wieso es wichtig wäre, vorab Zustimmung einzuholen, machen drei Frauen aus unterschiedlichen Bereichen deutlich.

Im Aufklärungsunterricht haben Themen abseits der Fortpflanzung meist wenig bis keinen Platz. Sexualität wird nach wie vor primär anhand ihrer reproduktiven Funktion erklärt. Wie man allerdings die eigene Sexualität ergründet und lernt, die persönlichen Grenzen zu wahren, bleibt Schülerinnen und Schülern selbst überlassen herauszufinden. Hinter dem Begriff Consent (zu Deutsch: Einwilligung, Zustimmung) steckt auch die Bestrebung, Sexualität als etwas Individuelles wahrzunehmen, die eigenen Grenzen und die der anderen kennenzulernen und zu respektieren. Ihm schreibt Doris Stauder, Geschäftsleiterin des Vereins Frauen gegen Vergewaltigung, ein emanzipatorisches Moment für alle Geschlechter zu.

„Consent kommt ohne die Kategorien Männlein und Weiblein aus. Es gibt keine Norm, der man entsprechen muss“, erklärt Stauder im Gespräch mit der „Presse“. In ihrem Job ist sie vor allem mit Fällen konfrontiert, in denen jeglicher Consent gefehlt hat - oder bewusst übergangen wurde. Consent meint im sexuellen Kontext, dass alle Handlungen und Aktivitäten einvernehmlich stattfinden, also nichts als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Das Einverständnis muss eingeholt werden.

Die Serie „Gefühlssache“ erscheint immer mittwochs und beschäftigt sich mit Themen rund um zwischenmenschliche Beziehungen, Sexualität und Selbstliebe. Alle Texte finden Sie unter diepresse.com/gefuehlssache. Geschrieben wird sie von Eva Dinnewitzer, Christine Mayrhofer und Sissy Rabl. Bei Fragen, Anmerkungen, Themenvorschlägen und Kritik schreiben Sie uns gerne an diese E-Mail-Adresse: schaufenster@diepresse.com.

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