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Ferienhotellerie top, Städte flop

Studie: Der Hotelconsulter mrp hotels geht in einer Analyse davon aus, dass sich die Stadthotellerie erst ab 2024 erholen wird. Anders die Ferienhotellerie.

Der Hotelconsulter mrp hotels geht trotz zunehmender Normalisierung des Reiseverkehrs nicht davon aus, dass sich die Stadthotellerie so schnell erholen wird. Eine Rückkehr zu den Übernachtungszahlen aus Vor-Coronazeiten sei frühestens ab 2024 zu erwarten, heißt es in einer aktuellen Analyse. Martin Schaffer, Geschäftsführender Partner bei mrp hotels, rechnet in diesem Zusammenhang damit, dass sich die B-Städte schneller erholen werden als die A-Städte. „Vor allem das erste Quartal 2022 wird eine große Herausforderung. Interkontinentalreisen, MICE und Business-Events fehlen“, sagt der Experte. Insgesamt gehe es darum, „dass die Branche jetzt kreative, unkonventionelle Produkte finden muss, die den Recovery-Prozess beschleunigen.“

Positiver gestimmt gibt man sich für die Ferienhotellerie: mrp prognostiziert in diesem Segment für 2022 ähnlich hohe Auslastungsraten wie im Vorjahr. Solange internationale Reisen erschwert blieben, würden Nahmärkte profitieren, argumentieren die Experten.

Investmentmarkt intakt

Das allgemeine Investment-Interesse, das schon jetzt an der Ferienhotellerie besteht, werde durch die prognostizierten Auslastungszahlen weiter anhalten. Gleichzeitig würden die Investoren aber auch in die Städte zurückkehren. Im Fokus stehen dabei laut mrp hotels besonders Immobilien, die sich für Umwandlungen eigneten.
Als größtes Hindernis von Transaktionen gelten derzeit die Preisvorstellungen der Verkäufer, die Unsicherheit pandemischer Auswirkungen sowie die noch stärker gewachsenen Anforderungen an Sicherheiten und Rücklagen bei der Bankenfinanzierung. Für die Betreiber bleibe die Situation angespannt, da Förderungen und aufgebaute Verbindlichkeiten aus den letzten Jahren zurückgezahlt werden müssen.

Flexibilität ist Trumpf

Trotz all dieser Hürden ist das Investmentvolumen in Bestandsimmobilien aufgrund geringerer Neuentwicklungen und Fertigstellungen weiter steigend. Entscheidend für viele Investoren sei auch die flexiblere Gestaltung der Hotels, heißt es in der Analyse: Sowohl im Bereich des laufenden Betriebs wie in der Gestaltung der Immobilie selbst würden sich neue Konzepte etablieren, die sich an die jeweiligen Gegebenheiten mit einem vergleichsweise niedrigeren Aufwand anpassen lassen.
„Zu einem der wesentlichsten Einflussfaktoren in der gesamten Wertschöpfungskette zählt derzeit das Thema Nachhaltigkeit“, ergänzt Schaffer. „Besonders unter dem Einfluss der EU-Taxonomie und der ESG-Kriterien werden Investments neu beleuchtet und bewertet. Hier wird am Markt mittel- und langfristig noch einiges in Bewegung kommen."