Katharina Liensberger carvt im Slalom zum zweiten Platz und strahlt. Der im Vorjahr verstorbene Opa „hat auf mich geschaut“.
Katharina Liensberger strahlte und dieses Silber glänzte auch ganz besonders. Die Vorarlbergerin war nur Siebente nach dem ersten Durchgang und hatte im Finale des Olympia-Slaloms in Yanqing gehörig Gas gegeben. Sie musste nur Petra Vlhová – sie ergatterte die erste Alpin-Medaille bei Winterspielen für die Slowakei – den Vortritt lassen, Bronze ging an die Schweizerin Wendy Holdener. Für Liensberger, der acht Hundertstel auf Gold fehlten, war es die vierte Einzelmedaille bei einem Großereignis nach zweimal Gold (Slalom, Parallel) und Bronze (Riesentorlauf) bei der WM 2021 in Cortina d'Ampezzo.
„Es ist unglaublich, dass ich das so abrufen habe können. Ich habe gewusst, ich muss alles geben – und es ist mir gelungen“, jubelte die 24-jährige Feldkircherin. Über Silber auf einem Kurs, den Vlhovás Trainer extra für die Slowakin unrhythmisch gesetzt hatte, könne sie „nur dankbar, ja: super-happy sein“.