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Pandemie

Die Revolte gegen Karl Lauterbach

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kämpft mit Widerstand gegen das erste Impfpflicht-Gesetz.(c) imago images/photothek (Florian Gaertner/photothek.de via www.imago-images.de)
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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ändert den Kurs bei der Impfpflicht, die CDU zieht mit. Der deutschen Corona-Politik droht ein Boykott der Unzufriedenen.

Die Rebellen tauchen in diesen Tagen an verschiedenen Orten in Deutschland auf. An ihrer Spitze steht im Süden der starke Mann Bayerns, der Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Doch er ist nicht allein: Sein Counterpart aus dem westlichen Saarland, Tobias Hans (CDU), gesellte sich am Mittwoch zu ihm. Dazu kommt der gesundheitspolitische Sprecher der konservativen Union in Berlin, der alten Regierungsmacht und stärksten Oppositionsgruppe, aus deren Reihen sieben der 16 deutschen Bundesländer regiert werden.

Die Aufständischen sprechen sich dafür aus, ein bereits im Dezember beschlossenes Gesetz einfach nicht umzusetzen. Sie liebäugeln mit dem Boykott gegen eine Impfpflicht, die nur für die Mitarbeiter bestimmter Einrichtungen wie beispielsweise Pflegeheime eingeführt wird. Diese soll laut Gesetz ab 15. März gelten. Es geht um Rechtsfragen, politische Winkelzüge, Eitelkeiten und die Sorge vor einem Pflegenotstand, wenn ungeimpfte Pflegekräfte nicht mehr in den Dienst kommen.

Am Ende steht auch die Frage: Kommt die Impfpflicht für alle noch? Oder wird die umstrittene Maßnahme in einem Zahnrad aus politischen Schachzügen, juristischen Bedenken und pandemischen Realitäten aufgerieben?