Olympia

Australien, visionäre Macht im Wintersport

Eine Australierin lag im Skeleton-Bewerb auf Goldkurs: Jaclyn Narracott zeigte es allen vor, wie man richtig und vor allem schnell startet.
Eine Australierin lag im Skeleton-Bewerb auf Goldkurs: Jaclyn Narracott zeigte es allen vor, wie man richtig und vor allem schnell startet.REUTERS
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Seit 1936 ist die „sport-verrückte Insel“ auf der Südhalbkugel Stammgast bei Winterspielen. Mit Gold auf der Buckelpiste und Silber im Skeleton blüht die Euphorie.

Australien spielte im Mixed-Curling bei den Winterspielen in Peking mit. „Down under“ gewann durch die 23-jährige Jakara Anthony Gold auf der Buckelpiste. Scotty James eroberte im Snowboard-Halfpipe Silber. Auch Skeletoni Jaclyn Narracott, eine gelernte Leichtathletin aus Brisbane, raste zu Silber. Was weder ein Tippfehler ist noch als plumpe Verwechslung mit Austria (á la „Yes, there are kangaroos in Australia“) , ist logische Folge der Wintersport-Tradition, die auf dem fernen Kontinent auf der Südhalbkugel gepflegt wird. Australiens Team in Peking ist 44 Personen stark, die in zehn Sportarten starten.

Freilich, denkt man an Sport und Australien, pendeln sich die Gedanken schnell bei Rugby, Aussie-Rules-Football, Segeln, Tennis-Grand-Slam in Melbourne, Sydney 2000 (Cathy Freeman), Surfen oder die Spiele 2032 in Brisbane ein. Doch auch im Wintersport (erstes Skifahren im Hobby-Bereich seit 1860) stellte sich die Nation breiter auf, 1998 wurde das „Olympic Winter Institute of Australia“ gegründet und jährlich (nebst „Zuschüssen“ vom IOC) mit einer Million Dollar unterstützt. 2002 gab es bereits die ersten Medaillen, mittlerweile sind die „Aussies“ in fast allen Sparten vertreten. Nur im Eishockey fehlen halt noch Welten.

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