Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Essen der Zukunft

Mehr als ein Gag: Essen aus dem 3-D-Drucker emanzipiert sich

Essen aus dem 3-D-Drucker kann mehr als Tortendekor: Es soll mit personalisierten Nährstoffen die Gesundheit fördern, der Armee dienen und Veganern zum Steak verhelfen.

Ganz spontan kann man als Gast nicht sein: Einem Besuch im Restaurant Sushi Singularity gehen nämlich Harn-, Stuhl- und Speichelproben voraus, deren Ergebnisse man dem Lokal zur Verfügung stellen muss. Wer einen Platz an der Theke dieser futuristischen Adresse bucht, sollte also kein Problem damit haben, für den Verzehr von Maki und Nigiri Sushi seine persönlichsten biologischen Daten herauszugeben.

Das Konzept des ungewöhnlichen Sushirestaurants in Tokio sieht hyperpersonalisiertes Sushi vor, maßgefertigt je nach aktuellem Nährstoffbedarf. Zubereitet werden soll dieses nicht von einem langgedienten Meister, der allein zehn Jahre damit verbracht hat, seine Reiskochkünste zu perfektionieren. Sondern von einem 3-D-Drucker, der mit Geräten vernetzt ist, die wiederum mit Injektionsvorrichtungen Nährstoffe wie Magnesium in das essbare Arbeitsmaterial, etwa Reismehl- oder Algenpaste, einspeisen. Zusätzlich zum Preisgeben der Daten via Test-Kit vor dem Besuch passieren die Gäste beim Betreten des Sushi Singularity einen Ganzkörperscanner, der die Maschinerie im Restaurant mit weiteren Informationen wie dem aktuellen Pulsschlag versorgt.