Kunststoffindustrie

Borealis und ADNOC erwägen Börsegang für Borouge

IPO für Kunststoff-Joint-Venture in Abu Dhabi angedacht.

Die OMV-Chemietochter Borealis und die staatlich Ölgesellschaft Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) erwägen eine mögliche Aktienerstemission eines Minderheitsanteils an ihrem Kunststoff-Joint-Venture Borouge, ließ die OMV am Dienstag in einer Aussendung wissen. Über weitere wesentliche Entwicklungen würden die beiden Gesellschaften "zu gegebener Zeit informieren".

Borealis gehört zu 75 Prozent der OMV und zu 25 Prozent der Beteiligungsgesellschaft von Mubadala mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Borouge gliedert sich in Borouge ADP (Produktionsgesellschaft) und Borouge Pte (Verkaufs- und Marketinggesellschaft), ADNOC hält 60 Prozent an Borouge ADP, Borealis 40 Prozent. An Borouge Pte halten beide Unternehmen je die Hälfte.

Mitte November 2021 hatte Borealis bekannt gegeben, bis Ende 2025 weitere rund 2,48 Milliarden Dollar (heute 2,2 Milliarden Euro) in die Erweiterung ihres Kunststoff-JV Borouge mit Sitz in Abu Dhabi (VAE) zu investieren.

Die erste Borouge-Anlage, die 450.000 Tonnen Polyethylen pro Jahr herstellt, war im Jahr 2001 in Betrieb genommen worden. Mit "Borouge 2" und "Borouge 3" wurde die jährliche Produktionskapazität in den Jahren 2010 bzw. 2014 auf 2 bzw. 4,5 Millionen Tonnen Polyethylen und Polypropylen ausgebaut. Borouge 4 soll eine jährliche Polyolefinproduktion von 6,4 Millionen Tonnen ermöglichen, wodurch Borouge zur weltweit größten Single-Site-Polyolefinanlage werden soll.

Borealis hat seine Konzernzentrale in Wien, beschäftigt rund 6900 Mitarbeiter und ist in über 120 Ländern aktiv. Im Jahr 2020 erzielte Borealis 6,8 Milliarden Euro Umsatz und 589 Millionen Euro Nettogewinn.

(APA)


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