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Immobilien

Wiener Büromarkt: Konstant und stabil

Blick in einen leeren Konferenzraum. Noch befinden sich viele Mitarbeiter im Homeoffice.
Blick in einen leeren Konferenzraum. Noch befinden sich viele Mitarbeiter im Homeoffice.Pixabay
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Obwohl die Nutzer abwarten, zeigt sich der Wiener Markt robust. Gründe dafür gibt es mehrere.

Büroimmobilien werden auch nach dem Ende der Coronapandemie ein wichtiger Treiber für den gewerblichen Immobilienmarkt bleiben. Das ist das Resümee einer aktuellen Analyse des Maklernetzwerks Remax. Zwar würden viele Unternehmen bei ihren Standortplanungen derzeit eher abwarten und schauen, welche neuen Lösungen sich herausbilden, der zu Pandemiebeginn angestimmte Abgesang auf das klassische Büro habe sich aber als falsch erwiesen, heißt es in dem Bericht.

Geringe Leerstände

Geht man nach den Indizien, deutet alles darauf hin, dass der Wiener Büromarkt sich weiter in einer robusten Verfassung befindet. So ist zwar die Vermietungsleistung leicht rückläufig – 2021 lag sie bei rund 155.000 Quadratmetern –, dafür kann sich die Leerstandsrate mit rund 4,4 Prozent im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen. Die inneren Bezirke weisen mit einer Rate von zwei Prozent de facto sogar eine Vollvermietung aus. Etwas schlechter sieht es im Norden der Bundeshauptstadt aus, wo die Leerstandsrate weiterhin konstant bei rund zehn Prozent liegt.

Den Rückgang in der Vermietungsleistung orten die Experten von Remax nicht in den Coronafolgen, sondern in den geringeren Fertigstellungen, die 2021 knapp über 70.000 Quadratmeter umfassten. Die beiden größten neuen Projekte betrafen dabei den Austro Tower im dritten Bezirk mit rund 28.000 Quadratmetern und den Tower Canettistraße im Zehnten mit rund 17.000. Für die kommenden Jahre erwartet man mit 110.000 bis 130.000 Quadratmetern zwar eine deutlich höhere Fertigstellungsrate, da es jedoch teilweise hohe Vorverwertungsquoten gibt, werde ein großer Teil dieser Flächen dem Mietermarkt nicht mehr zur Verfügung stehen, heißt es in der Analyse. (ebe)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.02.2022)