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Zwischentöne

„Minimale“ Musik macht nach wie vor maximalen Effekt

Zum 75. Geburtstag des amerikanischen Komponisten John Adams, der mitgeholfen hat, neu zu definieren, was der Musikmarkt „Klassik“ nennt.

Dieser Tage feierte John Adams seinen 75. Geburtstag, einer der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit – und gleichzeitig eine Galionsfigur des Aufbruchs in eine Ära, die alle ästhetischen Doktrinen hinter sich gelassen hat. Oder zu haben meint, wie auch immer. Jedenfalls gehört John Adams zu jenen Komponisten, die Orchestern und Dirigenten ermöglichen, etwa auf Gastspielreisen zeitgenössische Werke in die Programme aufzunehmen – was in aller Welt subventionsfördernd wirkt –, ohne das Publikum damit vor den Kopf zu stoßen.

Im Gegenteil. Wer Adams' „Short Ride in a Fast Machine“ aufführt, erntet dankbare Reaktionen von Musikfreunden, die gekommen sind, um im Hauptteil des Abends eine Beethoven-Symphonie zu hören und die über viele Jahre die Flucht ins Buffet kultiviert hatten, wenn Werke von Komponisten auf dem Programm standen, die nach 1900 zur Welt gekommen sind.