Jahresbilanz

UNIQA steigert Gewinn im Vorjahr kräftig und erhöht Dividende

Die Presse/Clemens Fabry
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Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem ersten Coronajahr beinahe versiebenfacht und lag damit über den Erwartungen der Analysten.

Der UNIQA-Versicherungskonzern hat 2021 die eigenen Ergebnisziele übertroffen und auch mehr verdient als von Analysten erwartet. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) wuchs gegenüber dem ersten Coronajahr 2020 auf 382,3 Millionen Euro und versiebenfachte sich damit beinahe. Der Nettogewinn legte auf 314,7 (19,4) Millionen Euro zu, hieß es am Donnerstag. Die Dividende soll auf 55 Cent je Aktie angehoben werden, nach je 18 Cent 2019 und 2020 - im Jahr 2018 waren es 53 Cent je Aktie.

Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Prämien - wurde von 97,8 auf 93,7 Prozent verbessert, und sie soll 2022 bei unveränderten bzw. steigenden Prämien etwa auf dem selben Niveau liegen.

Das gesamte verrechnete Prämienvolumen stieg 2021 um 14,2 Prozent auf 6,36 (5,56) Milliarden Euro, darin sind auch Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung enthalten. Gegen laufende Prämienzahlung wurde ein fast ebenso kräftiger Zuwachs von 13,4 Prozent auf 6,21 (5,47) Milliarden Euro verzeichnet.

In der größten Sparte Schaden-Unfall kletterten die verrechneten Prämien um 15,9 Prozent auf 3,49 (3,01) Milliarden Euro. In der Krankenversicherung legten sie um 5,0 Prozent auf 1,23 (1,17) Milliarden Euro zu. In der Sparte Leben wuchsen sie (samt Fonds- und Indexpolizzen) um 18,3 Prozent auf 1,64 (1,39) Milliarden Euro. Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen um 11,1 Prozent auf 4,10 (3,69) Milliarden Euro und damit weniger stark als die abgegrenzten Prämieneinnahmen.

Schadensquote gesunken

Trotz deutlicher Belastung durch Naturkatastrophen und Großschäden sank die Schadenquote in Schaden-Unfall (nach Rückversicherung) durch eine günstige Basisschadensentwicklung auf 61,3 (63,2) Prozent. Die Naturkatastrophenschäden belasteten mit rund 94 Millionen Euro (nach Rückversicherung), deutlich über dem Schnitt der letzten Jahre. Vor allem in der Kfz-Versicherung sanken die Schadenaufwände durch die 2021 wegen Covid geringere Mobilität. Somit verbesserte sich die Combined Ratio (nach Rückversicherung) auf 93,7, nach 97,8 Prozent.

Die Kapitalanlagen der UNIQA Group sanken um 2,4 Prozent auf 21,79 (22,32) Milliarden Euro, das Ergebnis daraus wuchs um 28,2 Prozent auf 648 (505) Millionen Euro. Grund für das Ergebnisplus waren Realisate aus Aktienfonds, festverzinslichen Wertpapieren und in geringerem Ausmaß Gewinne aus der Veräußerung von Immobilien, wie es heißt.

Dividende soll erhöht werden

Das versicherungstechnische Ergebnis der UNIQA Group stieg durch die bessere Kostenentwicklung und die günstigere Schadenbelastung um 167 Prozent auf 209 (78) Millionen Euro, das operative Ergebnis wuchs um 137 Prozent auf 588 (278) Millionen Euro. Vom Nettoergebnis von 1,03 (0,06) Euro je Aktie soll gut die Hälfte als Dividende ausgeschüttet werden.

Der Mitarbeiterstand der UNIQA Group wuchs durch die Einbeziehung der zugekauften früheren AXA-CEE-Gesellschaften auf 14.849 (13.408). Im Herbst 2020 war die Übernahme des AXA-Geschäfts in Polen, Tschechien und der Slowakei finalisiert worden. Der UNIQA-Konzern zählt 15,5 Millionen Kunden in 18 Ländern (davon 15 Länder in CEE, unter anderem Ukraine und Russland). In Österreich ist man mit über 21 Prozent Marktanteil der zweitgrößte Player, in der privaten Krankenversicherung sogar die Nummer 1.

(APA)

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