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Neonazi-Website: Angeblich erste Geständnisse

NeonaziWebsite Angeblich erste Gestaendnisse
(c) FABRY Clemens
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Zwanzig "User" aus dem Umfeld der Website "alpen-donau.info" sollen lokalisiert worden sein. Bei Hausdurchsuchungen seien Laptops, Festplatten, Handys und Waffen sichergestellt worden.

Im Fall um die Neonazi-Website "alpen-donau.info" gibt es laut "Kurier" erste Geständnisse. Demnach seien 20 "User" aus dem Umfeld der Website lokalisiert und bei 13 davon die Identität geklärt worden. Ein Teil des Netzwerks sei geknackt. "Und es scheint nur mehr eine Frage der Zeit, bis der Rest ausgehoben wird", schreibt das Blatt. Bei Hausdurchsuchungen seien Laptops, Festplatten, Handys und Waffen sichergestellt worden.

Der "Kurier" beruft sich auf "gesicherte Informationen". Dem Artikel zufolge soll auch der frühere Chef der in den 90er Jahren verbotenen Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition (VAPO), Gottfried Küssel, zum Kreis der Verdächtigen gehören. Justiz und Innenministerium haben dem Bericht zufolge eine Informationssperre verhängt. Seitens der Staatsanwaltschaft Wien gab es keine Stellungnahme. Auch im Innenministerium wurde unter Hinweis auf die Zuständigkeit der Justiz kein Kommentar abgegeben.

Experten bezweifeln allerdings, dass mit einem Ausheben des gesamten Verdächtigenkreises in Österreich tatsächlich Schluss mit der über einen US-Server laufenden Website wäre. Laut Insidern soll die Befüllung der Website bereits nach Deutschland in den sächsischen Raum ausgelagert worden sein, wohin vor allem ein früherer sehr enger Mitstreiter Küssels ausgezeichnete Kontakte unterhält. Er selbst war längere Zeit in Leipzig tätig. Bei der Erstellung der Homepage sollen demnach auch Personen aus dem Umfeld der NPD in Sachsen vor allem aus dem Raum Chemnitz bzw. im Umkreis eines rechtsextremen Versandhandels in Halle (Sachsen-Anhalt) beteiligt sein.

Auffällig sei darüber hinaus die Intensivierung der Kontakte zu ungarischen Rechtsextremisten, meinen die Experten. So sei nicht auszuschließen, dass die Produktion der Website bald von Ungarn aus erfolgen könnte.

(APA)