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Die ineinander schachtelbare Holzpuppe als Inspirationsquelle für Raum-in-Raum-Konzepte.
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Raum-im-Raum

Das "Matroschka-Prinzip" im Wohnbau

Von der Wohnbox als Gestaltungselement für Innenräume - Drei Wohnbeispiele aus Wien, Berlin und dem Osttiroler Innervillgraten/Kalkstein.

Jahrhundertelang war klar: Die Außenmauern geben den Innenraum vor, die Innenmauern die Zimmergrößen. Dann kamen Modernisten wie Le Corbusier und Ludwig Mies van der Rohe oder Frank Lloyd Wright und ließen einfach einmal ein paar Wände weg. Bei den Ikonen wie dem Farnsworth House in Plano, Illinois, oder dem Glass House in New Canaan, Connecticut, gehen die Räume ineinander über, das Robie House gilt als das weltweit erste Haus mit einem offenen Grundriss. Ankerpunkte sind die Treppe, der Kamin oder das Badezimmer im Zentrum. Eine neue, revolutionäre architektonische Formensprache war geboren. Und der Vorgänger des Raum-im-Raum-Konzepts als einziges Ordnungselement im Haus.

Weitblick beweisen in den 1960er- und 1970er-Jahren auch die Planer der Stadt Wien. Inspiriert von den radikalen Ideen der Studentenbewegung, kreierten sie Wohnungen mit Grundrissen, die Offenheit statt Enge und Abgrenzung zeigten. Nur das Badezimmer wurde in einer Nasszelle aus Kunststoff versteckt. Doch die Wiener waren für die Frühform der Boxlösung inklusive schonungsloser Transparenz noch nicht reif – die Wohnungen waren unbeliebt.

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