Industriell geprägt, umgenutzt und heute kaum mehr Brache: Zu Besuch in Esch, Europäische Kulturhauptstadt 2022, und der Minett-Region.
Bevor sich Luxemburg als Banken- und Geldanlageparadies einen Namen –wenn auch nicht immer einen guten –gemacht hat, war der Kleinstaat einer der größten Stahlproduzenten der Welt. Das liegt ein paar Jahrzehnte zurück, doch die Folgen und ihre vielen Gesichter sind unübersehbar, wenn man den Süden des Landes bereist.
In dieser Region in unmittelbarer Nähe der französischen Grenze liegt Esch an der Alzette, die zweitgrößte Stadt Luxemburgs. 2022 trägt der nicht einmal 40.000 Einwohner kleine Ort (neben dem litauischen Kaunas und Novi Sad in Serbien) den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“. Die industrielle Vergangenheit ist zugleich der Katalysator dieses Kulturprojekts wie auch der rote Faden, der sich durch das Programm zieht.