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Ukraine-Krieg

Scheinverhandlungen oder eine kleine Chance auf Frieden?

Spur der Verwüstung. Nach einem Angriff in der Stadt Kharkiw.
Spur der Verwüstung. Nach einem Angriff in der Stadt Charkiw.APA/AFP/SERGEY BOBOK
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Die Gespräche zwischen Kiew und Moskau gestalten sich sehr schwierig. Die Ukraine sucht nach Vermittlern – und kontaktiert China.

Es sind widersprüchliche Signale, die Russlands Führung aussendet: Sie lässt ihre Truppen die Angriffe in der Ukraine fortführen, richtet unverblümte Warnungen an den Westen und gibt sich zugleich gesprächsbereit gegenüber der Regierung in Kiew. Am Mittwoch herrschte Verwirrung über eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine. Erste Gespräche hatten am Montag stattgefunden. „Heute am späten Nachmittag wird unsere Delegation vor Ort sein und auf die ukrainischen Unterhändler warten“, gab Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow am Mittwoch bekannt.

Die Ukrainer ließen zunächst offen, ob sie auch kommen: Es sei „nicht bekannt“, ob die Gespräche stattfinden werden, sagte erst Präsidentensprecher Olexij Arestowytsch. Später meldete die ukrainische Nachrichtenagentur Unian aber, dass Kiew einer neuen Verhandlungsrunde zugestimmt habe. Am Abend berichteten dann russische Agenturen, dass das Treffen vermutlich erst am Donnerstag stattfinden werde. Beobachter rätseln, ob sich durch die Gespräche eine kleine Chance auf Frieden bietet, oder ob es sich nicht ohnehin um Scheinverhandlungen handelt. Die Ausgangslage ist mehr als schwierig.