„Diener des Volkes“

Diese Serie machte Selenskij zum Präsidenten der Ukraine

Auch die Familie des Präsidenten in Feinripp (Wolodymyr Selenskij) wird auf die Schaufel genommen. Zu sehen noch bis 18. Mai in der Arte-Mediathek.
Auch die Familie des Präsidenten in Feinripp (Wolodymyr Selenskij) wird auf die Schaufel genommen. Zu sehen noch bis 18. Mai in der Arte-Mediathek. © eccho rights
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Vor wenigen Jahren spielte Wolodymyr Selenskij einen Lehrer, der zum Präsidenten wird. Leichtfüßig erzählt „Diener des Volkes“ vom Kampf gegen ein korruptes System – manche Passagen lassen aus heutiger Sicht erschaudern.

Als Wolodymyr Selenskij vor rund drei Jahren seine Kandidatur als Präsident der Ukraine bekannt gab, musste er versichern, dass er das ernst meine. Als er den ersten Durchgang gewann, dankte er allen, die „nicht aus Jux“ für ihn stimmten. Warum? Es war ein Comedian, Schauspieler und Filmproduzent, der da nach der Macht griff. Und eine Fernsehserie spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle: „Diener des Volkes“, deren erste Staffel auch nun in der Mediathek von Arte zu sehen ist. Sie wird dort angekündigt als „eine Serie, die den Lauf der Geschichte beeinflusste“.

Machte also seine eigene Produktion, in der er auch die Hauptrolle spielte, Selenskij zum Präsidenten? Im übertragenen Sinne jedenfalls, denn genau das wird aus dem Protagonisten: Er kommt an die Spitze des Staates und nimmt den Kampf gegen ein von Korruption zerfressenes System auf. Erzählt wird das ebenso humorvoll wie plakativ. Da stehen zu Beginn drei Oligarchen auf einer Dachterrasse, sie schauen hinunter auf den Maidan. In wenigen Wochen steht eine Wahl an, sie reden über Geld und passende Kandidaten – ohne zu einem Schluss darüber zu kommen, wer das Rennen machen soll. Oder zumindest, ohne es den anderen zu verraten. Man werde ja sehen, wer gewählt werde. „Unkontrollierte Demokratie? Dieses Spiel gefällt mir“, lautet der ironische Kommentar eines Oligarchen. Die drei stoßen darauf an.


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