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Netrebko gibt der Met einen Korb

Der Met-Direktor Peter Gelb bemängelt die mangelnde Kritik der Primadonna an der Politik Vladimir Putins. Netrebko wird nicht nur die Turandot (April/Mai) nicht singen, sondern auch kommende Spielzeit nicht in New York auftreten.

Anna Netrebko zieht sich auch aus der New Yorker Metropolitan Opera zurück und zwar offenbar auf längere Sicht. Sie hat ihre Mitwirkung an der "Turandot"-Serie im kommenden April abgesagt, aber auch die geplanten Auftritte als Elisabeth von Valois in Verdis "Don Carlos" kommende Spielzeit.

“Für die Met und für die Oper bedeutet das einen großen künstlerischen Verlust", kommentiert der General Manager der Metropolitan Opera, Peter Gelb. "Anna ist eine der größten Sängerinnen in der Geschichte der Met, aber wenn Putin unschuldige Opfer in der Ukraine killt, führt kein Weg weiter.” Die prinzipielle Distanzierung der Künstlerin vom Krieg in der Ukraine geht dem Met-Chef nicht weit genug.

Netrebko wird in der Zeffirelli-Produktion von Puccinis "Turandot" durch die ukrainische Sopranistin Liudmyla Monastyrska ersetzt. Wer die Elisabeth in "Don Carlos" singen wird, steht noch nicht fest. An Monastyrskas Seite singen im April und Mai unter Marco Armiliatos Leitung Yonghoon Lee den Prinzen Calàf, Ermonela Jaho die Liù und Ferruccio Furlanetto den Timur. Für europäische Musikfreunde ist das von Interesse, denn die Vorstellung vom 7. Mai wird in Kinos in aller Welt im Rahmen der Serie "Met’s Live in HD" übertragen.