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Let´s make money

Diesen drei Aktien kann auch der Krieg nichts anhaben

Waschpulver wird immer gebraucht.
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Die Börsen sind aufgrund des Ukraine-Kriegs hochnervös. Einzelne Aktien aber halten sich erstaunlich oder legen sogar zu. Diese drei sehen besonders interessant aus.

Die eigene Erfahrung lehrt, dass Unternehmer und Investoren die wahren Verhältnisse in einem Land oft besser kennen als Vertreter anderer Professionen (einmal abgesehen von den Militärs). Dort wo es nämlich ums Geld geht, kommt die Wahrheit unverblümter auf den Tisch. Daher ist man für die Einschätzung von Vorgängen in weniger bekannten Ländern oft gut beraten, sich bei Wirtschaftstreibenden vor Ort umzuhören. Sie arbeiten mit der lokalen Bevölkerung am engsten zusammen, was ein gutes Gefühl für die Verhältnisse abgibt – und vor Illusionen schützt.

Das heißt nicht, dass diese Gruppe von Leuten den Angriff Russlands auf die Ukraine sicher hätte vorhersagen können. Aber in Russland aktive, westliche Unternehmer sind doch nicht so überrascht davon wie der Westen insgesamt.

Was das mit dem Kapitalmarkt zu tun hat? Nun, seit gefühlt 20 Jahren hört man, dass russische Aktien deshalb sehr oft ein Kauf seien, weil sie so niedrig bewertet seien. Um gleich einem Missverständnis vorzubeugen: Man konnte russische Aktien getrost immer wieder kaufen und auch gute Gewinne erzielen, wenn der Markt in einer entsprechenden Phase war und die Aktien nicht nur billig, sondern „sehr billig“ waren, wie es Christian Putz, Chef der Londoner Investmentfirma ARR Investment Partners, im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“ kürzlich sagte. Das Faktum aber, dass sie chronisch billig waren, war einfach nur dem Umstand geschuldet, dass das Länderrisiko inklusive und das Risiko der politischen Verhältnisse eben hoch eingestuft wurden. Und zwar auch ohne Krieg.

Heute, angesichts des Krieges, hat die Welt erst einmal andere Sorgen. Es ist auch im Westen überhaupt noch kein Begriff dafür vorhanden, mit welch neuen wirtschaftlichen Bedingungen wir auf absehbare Zeit werden leben müssen. Selbst von einer möglichen Stagflation – also einer Stagnation bei hoher Inflation – ist bereits die Rede.

Vorerst einmal fallen die Kurse. Und da beim Krieg alles ungewiss bleibt, muss man damit rechnen, dass zwar Erleichterungsrallys stark ausfallen könne, Rückfälle und weitere Abstürze aber ebenso.

Gespannt blicken die Investoren auch Richtung Europäische Zentralbank (EZB), die bei ihren Beratungen am Donnerstag auf den wachsenden Preisdruck durch die steigenden Rohstoffpreise reagieren wird. Für etwas Lockerung im Börsenalltag könnten indes neue Firmenbilanzen sorgen.

Was also als Anleger tun? Einerseits mit einer gesunden Distanz abwarten, weil nichts davonläuft. Andererseits das Depot auf ausreichende Streuung hin überprüfen. Und wenn man drittens jetzt bereits nachkaufen will, sich einerseits bei krisensicheren Branchen und andererseits im boomenden Rohstoffsektor umzusehen.