Der aktuelle Abverkauf an zahlreichen Börsen führt insgesamt auch zu höheren Schwankungen. Davon können sehr risikobereite Anleger mit Zertifikaten profitieren.
Wien. Das Kriegsgeschehen im Osten Europas hält die Börsen weiterhin in Atem. Auf jede kleinste geopolitische Meldung folgt eine heftige Kursbewegung. Ob es in nächster Zeit noch erfolgreiche Friedensverhandlungen geben wird, bleibt freilich abzuwarten. Die wenigsten Marktteilnehmer rechnen derzeit mit solch einer Entwicklung, wie ein Blick auf die aktuellen Geschehnisse zeigt: Die Börsenbarometer setzen ihre Talfahrt fort, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.
Der Grund für die divergente Entwicklung liegt auf der Hand. Europas enge Verflechtung mit Russlands Wirtschaft trübt vor allem die Aussichten diesseits des Atlantiks ein, so etwa in Österreich und auch in Deutschland. Die Palette an betroffenen Branchen ist breit gefächert und reicht von Banken bis hin zu Industriefirmen und Automobilherstellern. Während manch ein Konzern die Lage noch abwartet, haben andere Firmen bereits angekündigt, zumindest vorläufig ihre Geschäfte in Russland einzustellen. Dazu zählen etwa der Lkw-Produzent Daimler Truck und Volkswagen. Zahlreiche europäische Ölkonzerne verkaufen ihre Beteiligungen in Russland.