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Furchtloser Protest in der von russischen Truppen eroberten Großstadt Cherson: Hier gab es zuletzt große pro-ukrainische Demonstrationen.
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Ukraine-Krieg

Protest gegen Invasoren: „Geht nach Hause, hier gibt es keinen Wodka“

Das passt nicht zur Kreml-Propaganda von der „Befreiung“: Im Süden der Ukraine regt sich furchtloser Protest gegen die russischen Soldaten vor Ort.

Cherson/Wien. Die Kreml-Propaganda stellt die russische Militärinvasion in der Ukraine als „Befreiung“ der örtlichen Bevölkerung dar. Doch die Realität in südukrainischen Städten sieht anders aus: Die Russen sind nicht Befreier, sondern Besatzer. In sozialen Medien geteilte Videos von proukrainischen Kundgebungen aus Cherson, Melitopol und Berdjansk illustrieren, dass Tage nach der militärischen Eroberung die russische Machtbasis in diesen Städten prekär bleibt. Die Clips zeigen, wie die Soldaten von den Protesten überrascht werden. Die Bewaffneten sind irritiert, dass sie im Nachbarland nicht – wie vom russischen Präsidenten Wladimir Putin suggeriert – mit offenen Armen empfangen werden.

Öffentlicher Unmut über den russischen Einmarsch äußerte sich am Samstag in der Großstadt Cherson, wo sich laut Augenzeugen mehrere tausend Bewohner auf dem zentralen Freiheitsplatz versammelten. Davon zeugen auch zahlreiche in sozialen Medien veröffentlichte Videos. Die „Presse“ hat die Authentizität der Clips überprüft sowie mit Teilnehmern der Aktion gesprochen.