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Ermittlungen

Karmasins umstrittene Untersuchungshaft

MINISTERRAT: KARMASIN
Sophie Karmasin wurde in U-Haft genommen. Ein viel diskutierter BeschlussAPA/HERBERT NEUBAUER
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Das Gericht folgte inhaltlich der Staatsanwaltschaft und nahm Karmasin in U-Haft – definitiv ein harter Beschluss. Zu hart? Wie es zu der viel diskutierten Entscheidung kam.

Ex-Ministerin Sophie Karmasin ist unter Juristen Tagesgespräch. Über die Verhängung ihrer U-Haft scheiden sich die Geister. Ist sie gerechtfertigt? Zu hart? Frage und Antwort zur Causa prima.

1. Was wird gegen Sophie Karmasin ermittelt?

Karmasin ist seit Anfang Beschuldigte. Es geht um Umfragen, die vom Finanzministerium bezahlt, aber der ÖVP zugutegekommen sein sollen. Karmasin war vor ihrer Zeit als Ministerin (2013–2017) als Meinungsforscherin tätig – und danach wieder. In der Zwischenzeit hat ihre ehemalige Mitarbeiterin Sabine B. viele ihrer Aufträge übernommen. Karmasin hatte Aufträge im Finanzministerium und bei der Tageszeitung „Österreich“ für sie eingefädelt. Nicht uneigennützig: Sie soll von der Auftragssumme 20 Prozent Provision über die Firma ihres Mannes erhalten haben. Karmasin durfte als Ministerin nichts dazuverdienen. Nach ihrer Zeit als Ministerin soll sie durch Preisabsprachen zu Aufträgen aus Steuergeld gekommen sein. Aber auch in der Privatwirtschaft soll sie dieses Spiel gespielt haben. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft Karmasin Untreue, Bestechung sowie Geldwäsche und die Bildung eines Kartells vor.

2. Warum ist der neue Vorwurf der Geldwäsche hinzugekommen?