Sanktionen

Handelsbilanzen belegen Chinas Freundschaft zu Russland

Chinesische Verbraucher entdecken neuerdings die Solidarität zu Russland.
Chinesische Verbraucher entdecken neuerdings die Solidarität zu Russland.(c) APA/AFP/NICOLAS ASFOURI (NICOLAS ASFOURI)
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Vollständig abfedern kann China die Sanktionen gegen Russland nicht. Punktuell wird Peking jedoch versuchen, aus der Situation Profit zu schlagen.

Peking. Die jüngsten Handelszahlen aus China liefern einen eindrücklichen Beweis für die strategische Neuausrichtung der Volksrepublik: Der gemeinsame Handel mit Moskau ist in den letzten zwei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 40 Prozent gewachsen – mehr als dreimal so schnell wie der Warenverkehr mit der europäischen Union. Mittlerweile ist das jährliche Handelsvolumen zwischen den zwei strategischen Partnern bereits rund 150 Milliarden Dollar wert, Tendenz stark steigend. In Brüssel dürften solche Zahlen irritieren, kommt doch der Volksrepublik bei den Russland-Sanktionen unweigerlich eine Schlüsselrolle zu.

Nach außen lehnt China die Sanktionen kategorisch ab. Schon bei Nordkorea hat Peking die Strategie der Staatengemeinschaft konterkariert: Illegale Kohlelieferungen chinesischer Schmuggler haben dem Regime von Kim Jong-un praktisch das Überleben gesichert. Auch gegenüber Russland hatte Außenminister Wang Yi betont, dass man den bilateralen Handel ganz normal fortsetzen würde.

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