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Agrarmärkte

Ukraine-Krieg lässt Weizenpreis explodieren

Das Ukrainische Schiff Golden Bird ist mit Weizen beladen und liegt in einem libanesischen Hafen. Der Nahe Osten hängt stark von ukrainischen Weizenexporten ab.Reuters
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Die Schwarzmeerregion ist einer der größten Weizenproduzenten der Welt. Heuer droht ein Ausfall der ukrainischen Exporte - und damit schwere Verwerfungen auf den weltweiten Agrarmärkten.

Wien. In friedlichen Zeiten ziehen ukrainische Traktoren keine russischen Panzer vom Feld, sie verbrennen auch nicht ihren Diesel, damit er nicht in die Hände russischer Angreifer gerät. Wenn Frieden ist, beginnt im März das Anbaujahr in der Ukraine, die Europa und den gesamten Mittelmeerraum mit Weizen, Mais und Ölsaaten beliefert. Aber derzeit ist kein Frieden in der Ukraine.

Die russische Invasion droht dort einen großen Teil der Agrarproduktion zu zerstören. Es fehlt an Saatgut, Düngemittel und Sicherheit. Die Märkte sind angespannt. Die Preise für Weizen sind jüngst explodiert. Ein Scheffel kostete zuletzt rund 14 Dollar und damit doppelt so viel wie vor rund einem Jahr. Aber auch Agrarprodukte wie Mais und Sojabohnen wurden seit Jahresbeginn bereits um rund 30 Prozent teurer.

Hungersnot droht im Nahen Osten

Experten beobachten die Entwicklung mit Sorge. Denn ausfallende Lieferungen oder explodierende Preise könnten sich für manche Länder zu einem großen Problem auswachsen. Aus der Ukraine und Russland kommen rund 30 Prozent der weltweiten Weizenexporte.