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Einspruch

Krieg reicht, wir brauchen nicht auch noch Kultur-Krieg

February 1, 2022, Barcelona, Catalonia, Spain: Activists display banners during the protest against music director Valer
Nicht jeder ist ein Gergiev: Demonstranten in Barcelona protestieren hier - schon Wochen vor dem Krieg - gegen ein Konzert mit dem Putin-Freund.(c) imago images/ZUMA Wire (Paco Freire via www.imago-images.de)
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Die Cancel Culture gegen russische Künstler bringt sie in doppelte Geiselhaft. Gegen eine Kulturpolitik der verbrannten Erde.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“, schrieb mir eine russische Freundin. Es gibt das Sprichwort auch auf Russisch und Ukrainisch, dieses Menschliche ist wohl keinem Menschen fremd. Sie schrieb es mir, in all der Fassungslosigkeit über den Krieg auch noch von den vielen Künstlern lesend, die plötzlich in Europa „gecancelt“ wurden, ausgeladen von Festivals und Konzerten. Kulturelle Sanktionen gegen „Russland“.

Wir reden hier nicht vom erklärten Putin-Freund Valery Gergiev, der jetzt vorsichtshalber seine italienischen Luxus-Immobilien verkauft und die Altersruhe in der Heimat vorbereitet, wo man sich sicher gut um ihn kümmern wird.