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Bilanz

Wir steuern die Wirtschaft in einen perfekten Sturm

Die Getreidepreise steigen stärker als Öl und Gas.
Die Getreidepreise steigen stärker als Öl und Gas.APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner
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Gleichzeitig Energiekrise, Nahrungsmittelkrise, Inflation, Pandemie und Krieg – und kein wirkliches Krisenmanagement in Sicht.

Wir stecken mitten in einer Energiekrise wie in den Siebzigerjahren; auf uns rollt gleichzeitig eine enorme Nahrungsmittelkrise zu; die Pandemie, die für wirtschaftliche Verwerfungen und schwere Störungen im internationalen Warenfluss gesorgt hat, ist noch nicht ausgestanden; der russische Überfall auf die Ukraine und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen sorgen für Rezessionsgefahr. Und als Konsequenz aus dem Ganzen schlittern wir in eine Teuerungswelle, die uns im Sommer durchaus zweistellige Inflationsraten bescheren dürfte.

Kurzum: Wir segeln in den perfekten Sturm hinein. Doch auf der Brücke des filigranen Konjunktur- und Wohlstandsdampfers stehen in einigen europäischen Ländern, aber auch in EU-Organisationen und der EZB vielfach ausgesprochene Leichtmatrosen, die, statt Kurs zu halten, wild das Steuerrad hin und her reißen (wie etwa die österreichische Regierung in ihrer geradezu unterirdisch schlechten Pandemiepolitik) oder sich apathisch am Steuerrad festklammern und viel zu langsam reagieren (wie etwa die EZB bei der Inflationsbekämpfung). Von wirklichem Krisenmanagement ist weit und breit nichts zu sehen.