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Ein hoher Lp(a)-Wert erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Co. Noch ist er nicht Teil der Vorsorgeuntersuchung.
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Medizin

Der unbekannte Zwilling des Cholesterins

Lipoprotein(a) ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erste Medikamente gegen hohe Werte werden derzeit getestet – auch aufbauend auf den Erkenntnissen eines Forschungsteams der Med-Uni Innsbruck.

Der Blutbefund ist eine Art Blick in die Glaskugel von Medizinerinnen und Medizinern. Die Werte geben nicht nur Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand, sondern erlauben auch Prognosen. So geht etwa ein dauerhaft hoher LDL-Cholesterinwert mit einem erhöhten Risiko an Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall einher. „Viele Menschen wissen, dass es eine genetische Komponente gibt, weil hohes Cholesterin oft familiär gehäuft vorkommt“, sagt Florian Kronenberg.

Im Vergleich dazu ist Wissen um das in dem Zusammenhang ebenfalls höchst relevante Lipoprotein(a), kurz Lp(a), rar gesät. Und das, obwohl rund 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung einen hohen Lp(a)-Spiegel – und damit ein um mindestens dreißig Prozent erhöhtes kardiovaskuläres Risiko – haben. Zu dieser Erkenntnis haben auch Kronenbergs Forschungen wesentlich beigetragen. Er leitet das Institut für Genetische Epidemiologie der Med-Uni Innsbruck und forscht seit dreißig Jahren an genetischen Ursachen von Krankheiten. Die Tiroler Tuba-Stiftung zeichnete ihn kürzlich für sein wissenschaftliches Lebenswerk aus.