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Globetrotter

Die Fehleinschätzungen des Wladimir Putin

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Ukraine-Krieg. Ein schlecht für das Putin-Regime verlaufender Feldzug im Nachbarland könnte wie ein Funke in ein russisches Pulverfass sein.

Nach den Plänen Wladimir Putins und seiner Militärs sollten die ukrainischen Streitkräfte seit Tagen niedergekämpft, die Führung um Wolodymyr Selenskij exekutiert sein oder in einem russischen Militärgefängnis schmachten und in Kiew ein Marionetten-Regime installiert sein, das auf die Anordnungen Moskaus hört. Die Ukraine wäre um die Krim und ihre östlichen Landesteile im Donbas amputiert und der Rumpfstaat müsste sich in die von Russland dominierten postsowjetischen Institutionen einordnen. Putin hätte einen wichtigen Schritt zur Wiedererrichtung des russischen Imperiums gemacht, zu dem ihn zu Hause seine KGB-Kameraden ebenso wie Zarenreich-Nostalgiker im westlichen Exil gedrängt haben.

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Tatsächlich stecken die zahlenmäßig und waffentechnisch überlegenen russischen Streitkräfte in schwersten Gefechten mit den ukrainischen Verteidigern, kommen nur langsam bei der Umzingelung und Eroberung großer Städte voran, erleiden tagtäglich schwere Verluste. Der militärische „Spaziergang“ nach Kiew, den sich Putin und Co. aufgrund illusorischer Vorstellungen über die Lebenswelt ihrer Nachbarn erträumt hatten, ist zu einem blutigen Feldzug verkommen. Und schon zeichnet sich ab, dass ein in die Ecke gedrängtes Putin-Regime sich nicht anders als mit einem Terrorkrieg gegen Städte zu helfen weiß.