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Gastkommentar

Raketen, Drohnen und Respekt: Ein Wunschkatalog für die Bundesheer-Modernisierung

Ukrainian service members use NLAW missiles during drills in the Lviv region
Mit Waffen wie dem leicht zu tragenden, aber hart zuschlagenden britisch-schwedischen Raketenwerfer NLAW lässt sich schon einiges anstellen - das beweist aktuell die ukrainische Armee (Bild: bei Übungen im Jänner).REUTERS
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Si vis pacem, para bellum: Wenn Du Frieden willst, bereite Dich für den Krieg. Diese alte Weisheit ist plötzlich wieder modern. Sogar in Österreich. Ein Vorschlag zur Neuausrüstung des Bundesheeres.

Was der Krieg in der Ukraine sozusagen von heute auf morgen noch alles so möglich macht, ist erstaunlich: Mindestens ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) solle Österreichs Bundesheer bald an Regelbudget erhalten. Zuletzt waren es 0,74 Prozent (laut Finanzminister Magnus Brunner, 4. März), nach anderen Daten nur etwas über 0,6%, das liegt an Unterschieden der Berechnungsmethode. Grob gesagt ergäbe sich eine Anhebung auf durchaus 4,3 Milliarden Euro und mehr pro Jahr statt der bisherigen 2,7 Milliarden.

Dies ist immerhin ein Schritt in Richtung „mehr Verantwortung für die Sicherheit der EU" wie ihn die EU-Staats- und Regierungschefs kürzlich bei Gipfel-Beratungen zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik artikuliert haben. International gesehen sind 1% vom BIP für die Verteidigung immer noch nur die Hälfte dessen, was etwa in der Nato als am unteren akzeptablen Ende stehend angesehen wird. Dort kamen (2021, vorläufige Schätzung, Quelle: Nato) die USA etwa auf 3,6% des BIP, Kroatien auf 2,8%, Großbritannien auf 2,3% und Polen auf 2,1 Prozent, Deutschland auf rund 1,5 Prozent und die Nachzügler Belgien, Spanien, Luxemburg auf nur 1,1 bis 0,6 Prozent vom BIP.