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Stilfrage

Der Traum vom ewig blühenden Mitbewohner

Die Calathea zählt zu den anspruchsvollen Zeitgenossen.Die Presse / Clemens Fabry
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Zimmerpflanzen haben enormes Suchtpotenzial.

Wer eine oder vierzig Pflanzen nach Hause bringt, geht eine Bindung ein. Man verspricht, für den Grünling da zu sein – in guten wie in schlechten Tagen.

Nichts macht eine Stadtwohnung ohne Haustiere so lebendig wie ein kleiner Dschungel. Jedes neue Blatt ist ein gemeinsam erreichter Erfolg, jede Blüte ein wundervolles „Danke“. Pflanzen sind nicht nur schön, sondern auch treu – vorausgesetzt, die Kommunikation stimmt. Einmal zu viel oder zu wenig Wasser verzeiht vom Philodendron bis zum Weihrauch fast jeder pflanzliche Mitbewohner – außer die Calathea, die wegen ihres divenhaften Verhaltens nicht umsonst nur Erfahrenen empfohlen wird. Tragisch wird es, wenn sich Trauermücken eingenistet haben: Der Name ist Programm, auch die standhaftesten Gewächse überleben ihren Befall oft nicht.

Eine lieb gewonnene Pflanze entsorgen zu müssen, tut weh. Aber: Trost wartet beim Blumenhändler.

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